ERLEBEN

SAISONKALENDER UND REZEPTE

Der Umwelt etwas Gutes tun und gesünder essen - geht das? Ja mit saisonaler Ernährung. Hier erfahren Sie, wann welches Obst und Gemüse in Deutschland Saison hat und bekommen gleich von uns ein leckeres Rezept zum Nachkochen und -backen dazu.

Den Saisonkalender für deutsches Obst und Gemüse können Sie hier downloaden.

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Interessantes und Rezepte

RADIESCHEN

Radieschen sind eine Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse.
Durch Senföl entsteht der typische scharfe Geschmack. Dieser wird bei Verletzung der Pflanze (Bearbeitung oder Anbeißen) verursacht. Die Herkunft des Radieschens ist unbekannt. In Europa ist es erst seit dem 16. Jahrhunderts etabliert und verbreitete sich anfangs langsam in der französischen Küche und dann weiter in ganz Europa. Wer selber Radieschen pflanzen will, kann sich im Handel Saatgut kaufen. Sie sollte nach vier bis sechs Wochen geerntet werden. Wartet man zu lange damit, verholzt die Knolle und der Geschmack wird unangenehm.  Etwa 85 % der Radieschen Ernte wird in Deutschland um Schifferstadt im Rhein-Pfalz-Kreis geerntet. Wenn die Wurzeln Dellen haben oder die Blätter welken, sind sie nicht mehr frisch. Grundsätzlich sollten sie immer frisch verzehrt werden. Wenn man sie ein paar Tage frisch halten möchte, kann man diese im Kühlschrank in einem feuchten Tuch oder eine kleine Menge Wasser legen und vorher das Laub vollständig entfernt. Dabei sind Luftdicht verschlossene Behälter nicht zu empfehlen.
Wir haben hier ein leckeres Radieschen Smoothie Rezept für euch.

Rezept für 2 Portionen
1                            kleine Zitrone
½ Kästchen           Gartenkresse
1 Bund                  Radieschen
300ml                    Buttermilch
1TL                       Paprikapulver (edelsüß)
2 Prisen                 Salz
                              flüssiger Süßstoff (nach Belieben)
                              Eiswürfel
Zubereitung
Zitrone auspressen und 1 EL davon nehmen. Kresse schneiden. Anschließend die Radieschen putzen, waschen und grob zerkleinern.
Den Zitronensaft, Radieschen, Buttermilch, Paprikapulver und Salz gründlich mit einem Stabmixer o.Ä. pürieren. Wenn man mag, kann dieser mit Süßstoff abgeschmeckt werden und mit Eiswürfeln und Kresse garniert werden.

ERDBEERE

Erdbeeren (Fragaria) gehören aus botanischer Sicht nicht zu den Erdbeeren. Ebenso wenig wie Himbeeren und Brombeeren, denn sie sind Sammelnussfrüchte. Das rote Fruchtfleisch ist eigentlich nur eine Scheinfrucht, die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelben Körner an der Oberfläche.

Erdbeeren sollte man bis spätestens September pflanzen, denn diese braucht noch ein paar warme Tage um anwachsen zu können. Erst wenn sie gut angewachsen und stark genug ist, kann sie den Winter überleben. Wer im Herbst die Pflanzen zu spät setzt, geht das Risiko ein, dass sie im Boden verfault. Dabei ist es gut zu wissen, dass in der Zeit vom Pflanzen bis zum ersten Frost die Blütenanlage für die Ernte im Folgejahr gebildet wird.
Um euch die Zeit mit leckeren Erdbeeren zu versüßen haben wir für euch ein Rezept für Erdbeer-Tartelettes vorbereitet.

Für 6 Stück
Zutaten (Teig)
225g                            Mehl
50g                              Zucker
1                                  Ei
100g                            Butter
1 Prise                        Salz
Zutaten (Belag)
400g                            Erdbeeren
1 Päckchen                 Vanillepuddingpulver
350ml                          Milch
150g                            Schmand

Zubereitung
Zuerst das Mehl, Zucker, Ei, Butter und Salz in einer Schüssel zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Dann den Teig etwa eine Stunde lang kalt stellen.
Anschließend Tarteförmchen (Ø ca. 10 cm) einfetten und mit dem Teig auslegen, gut andrücken und auch an den Seiten hochziehen. Zuletzt den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Die Törtchen im Ofen bei 200 Grad (Umfluft 180 Grad) ca. 15 Minuten lang backen, auskühlen lassen und den Teig aus den Förmchen lösen.
Die Erdbeeren waschen, abtropfen lassen und den Strunk entfernen, nach Belieben klein schneiden. Zum Schluss den Pudding mit 350ml Milch anrühren, Schmand dazu geben und zu einer festen Masse verrühren.
Die Puddingmasse in die Törtchen geben und die Erdbeeren drauf verteilen und leicht andrücken.
 

KARTOFFEL

Kartoffel

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) wird in Teilen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auch als Erdapfel, Erdbirne oder Grundbrine bezeichnet. Sie ist eine Nutzpflanze und kommt aus der Familie der Nachschattengewächse (Solanaceae).
Weltweit werden jährlich ca. 376 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, somit ist die Kartoffel eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, aber auch Futtermittel und Industrierohstoff. Die 3 größten Kartoffelproduzenten sind China, Indien und die Ukraine (Stand 2018). Hingegen sind die Niederlande, Frankreich und Deutschland die drei größten Kartoffelexporteure (Stand 2017).

Wir haben hier ein leckeres Kartoffelbrot Rezept vorbereitet.


Rezept für eine Portion
200g                Sauerteig
400g                gekochte Kartoffeln
200g                Roggenvollkornmehl
250g                Weizenmehl
15g                  Salz
100g                Wasser
n.B.                 Hefe, falls der Sauerteig noch nicht genug Triebkraft hat
n.B.                 Brotgewürzmischung

Zubereitung
Die Kartoffeln durch eine Presse drücken, dabei ist es egal, ob es Pell- oder Salzkartoffeln sind. Wir empfehlen festkochende, wie Linda oder rotschalige Kartoffeln. Bei mehligen Kartoffeln kann es sein, dass man etwas mehr Wasser an den Teig geben muss.
Alle Zutaten so lang durchkneten, bis ein homogener Teig entsteht (bei Küchenmaschinen etwa 5 Minuten). Den Teig rund 30 Minuten ruhen lassen, anschließend durchkneten und einen Laib draus formen. Diesen dann in einen Gärkorb oder eine Form geben.
Je nach Triebkraft des Sauerteiges oder ob Hefe verwendet wurde, das Brot 1 – 4 Stunden an einem warmen Ort, mit einem feuchten Tuch abgedeckt oder in einer großen Tüte gehen lassen. Den Ofen rechtzeitig auf 250 Grad vorheizen. Das Brot unter Schwaden (Wasser in einer feuerfesten Form im Ofen) in den Ofen geben und 15 Minuten lang bei 250 Grad backen. Dann die Wasserschale rausnehmen und das Brot bei 200 Grad 20 Minuten weiter backen. Anschließend das Brot nochmals 20 Minuten backen auf 180 Grad. Das Brot rausnehmen, abkühlen lassen und genießen.

RHABARBER

Rhabarber

Der Rhabarber, den wir kennen, heißt „Gemeiner Rhabarber“, denn man sollte ihn niemals nach dem 24. Juni ernten und verzehren, denn dann wird er ungenießbar. Außerdem kann die relativ hohe Konzentration an Oxalsäure zu vergiftungsähnlichen Symptomen, wie Lähmungserscheinungen und Nierenschäden führen. Dennoch besitzt der Rhabarber viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Außerdem die Vitamine A und B1. Die Anbauschwerpunkte für den Rhabarber liegen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Verwendung finden nur die fleischigen Stiele, diese sollten nicht roh verzehrt werden. Beim Einkaufen erkennt man das frische Gemüse an den glänzenden festen Stangen und frischen Abrissstellen. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch, kann er mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wir haben für euch ein leckeres, kalorienarmes Rezept zum Nachmachen zusammengestellt.

Rhabarber – Tarte für 4 Personen

125g          Blätterteig     
                    Mehl, zum Verarbeiten
½                 Puddingpulver, Vanille, zum Kochen (37g)
250ml        Milch
1 ½ EL       Zucker
200g          Rhabarber
                    Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Den Blätterteig auftauen lassen und auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 3 mm dünn ausrollen. Vier Quadrate ausschneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Das Puddingpulver mit 1/3 der Milch, sowie dem Zucker verrühren. Die übrige Milch aufkochen und das angerührte Pulver zugeben. Unter ständigem Rühren eine Minute kochen lassen und die fertige Creme auf den Blätterteigquadraten verteilen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Rhabarber waschen, Fäden abziehen, in 4 - 6 cm lange Stücke teilen. Auf jedes Teigquadrat nebeneinander 2 - 3 Rhabarberstücke legen. Die Tartes im Ofen 12 -14 Minuten backen. Noch warm großzügig mit Puderzucker bestäuben und servieren.

CHICORÉE

Chicorée

Chicorée gehört zur Familie der Korbblütler. Dieser sieht Rübenartig aus und ist ca. 15cm lang und zwischen 3 und 5 cm dick. Im Chicorée steckt viel Gesundes: Seine Bitterstoffe sind gut für Verdauung, Stoffwechsel und Kreislauf. Er ist reich an Kalium, Folsäure und Zink, liefert auch die Vitamine A, B und C. Chicorée kann unterschiedlich verwendet werden. Geschnitten kann daraus ein Rohkostsalat gemacht werden, der mehr oder weniger bitter schmeckt. In anderen Ländern wie Frankreich, Niederlanden und Belgien wird er häufiger gedünstet. In Deutschland und den Vereinigten Staaten wird er meist Roh verzerrt.
Damit ihr den leckeren Chicorée direkt probieren könnt, haben wir ein leckeres Rezept vorbereitet.

Salat Portion für 4 Personen

Zutaten
2                      Paprikaschoten (rot)
2                      Chicorée
2                      kleine Äpfel, lieblich
Für das Dressing
200g                Joghurt
1 EL                Sahne
5 EL                Orangensaft
1 EL                Essig (Weißweinessig)
1 EL                Zucker
1 Prise             Chili, gemahlener
                        Salz
                        Zitronenschale, gerieben (unbehandelt)
1 EL                Erdnussöl
1EL                 Pinienkerne

Zubereitung

Die Paprikaschoten vierteln und dünn schälen (wir empfehlen dafür einen Sparschäler), Kerne und Trennwände entfernen und die Viertel in Streifen schneiden. Anschließend den Chicorée putzen und klein schneiden. Die Äpfel schälen und vierten, das Kerngehäuse entfernen und die Viertel in Scheiben schneiden. Für das Dressing alle Zutaten zusammen mit einem Schneebesen verrühren und die Soße über den vorbereiteten Salat geben. Bei belieben mit den in Öl gerösteten Pinienkernen bestreuen.