ERLEBEN

FRISCHH & KNACKIG

Erntefrische News aus dem Großmarkt Hamburg

In unserem Großmarkt News-Blog gibt es mittwochs im zweiwöchentlichen Rhythmus erntefrische Informationen von unseren Händlern zu aktuellen Themen und Nachrichten rund um das Thema Obst, Gemüse und Blumen. Schaut regelmäßig vorbei, damit Ihr immer up-to-date seid und beim nächsten Einkauf auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt mitreden könnt!

Erntefrische News

FRISCHH & KNACKIG - 14.10.2020: Halloween-Kürbisse noch nicht im Angebot

Feurig-warme Kürbissuppe und schaurig-schöne Halloween-Kürbisse

Kürbisse haben in immer mehr Haushalten einen festen Platz auf dem Speiseplan. In der Hauptsaison, die von September bis Januar geht, gibt es sie in sehr vielen verschiedenen Sorten. Der wohl bekannteste Speisekürbis ist der Hokkaido. Zum bald anstehenden Halloweenfest am 31. Oktober ist auch der Riesen-Kürbis sehr beliebt.

Während kleinfrüchtige Speisekürbisse, wie der im Geschmack an Kastanien erinnernde Hokkaido oder der intensiv kräftige Butternut, im Einzelhandel stetig nachgefragt werden, bleibt die Nachfrage nach großfrüchtigen Sorten wie der Halloween-Kürbis nach wie vor verhalten. „Einzelne Erzeuger haben inzwischen ihren gesamten Bestand an Hokkaido-Kürbissen verkauft, der nicht für die Lagerung vorgesehen war,“ verrät Ursula Schockemöhle, Produktmanagerin der AMI, „dennoch ändert sich bislang nichts an dem über Bedarf versorgten Markt“, versichert sie.

Hokkaido-Kürbisse aus konventioneller Produktion werden zurzeit zu Preisen zwischen 0,73 und 1,09 EUR/kg bzw. pro Stück beworben. Großfrüchtige Halloween-Kürbisse sind zwar noch nicht in den Angeboten zu finden, sind aber durchaus schon in dem einen oder anderen Supermarkt präsent.

Auch greifen immer mehr Fans des Beerengewächs zum Bio-Kürbis. Von Januar bis August 2020 trugen fast 47 % der von privaten Haushalten gekauften Kürbisse ein Bio-Siegel, so die AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels.

Deutschland schwerster Kürbis in diesem Jahr wiegt übrigens stolze 720,5 Kilo und kommt aus Ludwigsburg.

 

Kürbisse in gelben Kisten

FRISCHH & KNACKIG - 30.09.2020: Steigende Nachfrage nach braunen Champignons

Steigende Nachfrage nach braunen Champignons. Warum?

In den vergangenen Jahren konnte man einen stetigen Trend von weißen Champignons hin zu brauner Ware beobachten trotz höherer Preise. Was sind die Gründe für diesen Anstieg?

Braune Champignons sind aromatischer und besser haltbarer. Das waren Sie aber immer schon. Hinzu kommt, wie Befragungen ergeben haben, dass sie aufgrund ihrer Farbe als ein besonders natürliches Produkt wahrgenommen werden. Großmarkthändler Andreas Schindler von der Pilz Schindler GmbH klärt auf: „Dunkle Champignons enthalten weniger Feuchtigkeit. Das führt dazu, dass ihr Fleisch fester ist und sie intensiver im Geschmack sind. Durch den geringeren Wasseranteil halten sich braune Champignons auch länger und schrumpfen bei der Zubereitung kaum.“ „Aber beide beliebten Zuchtpilzarten sind ausgesprochen kalorienarm und reich an verschiedenen Mineralstoffen, B-Vitaminen und Eiweiß“, versichert unser Pilzexperte vom Hamburger Großmarkt.
Braune Champignons wachsen langsamer und die Ernteausbeute ist geringer als bei der weißen Variante, daher der Preisunterschied.

Aber noch immer sind die hellen Champignons, Zuchtpilze, die ganz in polnischer Hand sind, die Nr. 1 in deutschen Haushalten. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala stehen die Pfifferlinge. Waldpilze, die überwiegend in Russland und Litauen für den deutschen Markt gesammelt werden. „In diesem Jahr erlebt die Nachfrage nach Pfifferlingen einen großen Einbruch. Diese Waldpilze waren immer schon sehr beliebt bei den Gastronomen. Durch die Corona bedingten Einschränkungen können sie in diesem Jahr nicht so viele Gerichte mit frischen Pfifferlingen servieren, wie sie es aus den letzten Jahren gewohnt sind“, weiß unser Experte zu berichten.

Die schwächere Nachfrage der Gastronomie nach Champignons konnte bisher gut durch die gestiegene Nachfrage nach frischen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel kompensiert werden. Denn Konsumenten schätzen immer mehr, dass frische Pilze ein wertvoller Nährstoff- und Vitaminlieferant sind.

Kisten mit Champignons in der Großmarkthalle

FRISCHH & KNACKIG - 16.09.2020: Kartoffelernte auf Rekordniveau

Kommt die Kartoffelernte in Deutschland auf eine Rekordmenge?

In Deutschland könnte die Kartoffelernte nach immer weiter ausgedehntem Anbau auf eine Rekordmenge kommen. Mit der Situation der Pommes frites-Branche hat die Wirtschaft aber eine enorme Bürde zu schultern, so die AMI (Agrar-Markt-Informationsgesellschaft).

Nach zwei extrem schwachen Jahren könnte dieses Jahr die Kartoffelernte in Deutschland auf Rekordniveau liegen. Im August haben die Experten ihre Prognose aufgrund der Hitze allerdings nach unten korrigiert. Nach der Erntezeit der Frühkartoffel, die bereits im Mai startet, wird seit Mitte August die Speisekartoffel in Deutschland geerntet. Die Haupternte geht bis in den November.

Kleine Kartoffelpflanzen durch Hitzesommer
„Die Kartoffelpflanzen haben in den letzten 2 Jahren durch die Hitze stark gelitten. Aufgrund der Trockenheit konnten die Pflanzen nicht gut wachsen“, so unser Experte Torben Sander, Verkaufsleiter der Heide-Kartoffel. „Kartoffeln bestehen zum großen Teil aus Wasser. In den Hitzemonaten war das Wasserkontingent zum Beregnen in einigen Regionen begrenzt. Es werden in diesem Jahr große Mengen an kleinen Speisekartoffeln in den Handel kommen. Hauptabnehmer der großen Kartoffeln ist die Gastro.“

Fehlender Pommesabsatz durch leere Fußballstadien
Das Gesamtangebot ist allerdings nur die eine Seite der Marktmedaille. Die Nachfrage zeigt diese Saison sehr unterschiedliche Entwicklungen, je nachdem ob man den Export, den Frischkartoffelverbrauch oder die Verarbeitung betrachtet. Viel ist der Corona-Pandemie geschuldet, so die AMI. Denn leere Fußballstadien und kaum Veranstaltungen = fehlender Pommesabsatz.

Kartoffelsäcke gestapelt in der Großmarkthalle

FRISCHH & KNACKIG - 02.09.2020: Apfelernte

Apfelernte im Alten Land startet bald

Der Startschuss für die Apfelernte im Alten Land fällt am 9. September. Dann pflücken wieder heimische Erzeuger mit ihren Erntehelfern das Obst, das in Deutschland die unangefochtene Nr. 1 im Obstranking ist.

17,5 kg des köstlichen Kernobstes kaufte jeder deutsche Privathaushalt durchschnittlich im vergangenen Jahr. Das macht rund 117 Äpfel pro Haushalt oder rund 58 Äpfel pro Person. Der Handel bietet im Schnitt ein Sortiment von etwa 15 verschiedenen Apfelsorten. Den Spitzenplatz in der Rangliste der beliebtesten Äpfel belegt seit Jahren in Folge der aromatisch-saftige Elstar (AMI-Analyse auf Basis des GfK Panels).

Früh-Ernte
„Die Ernte der Apfel-Frühsorten wie z.B. die Delbarestivale oder Collina“, berichtet ein Großmarktexperte, „ ist bereits im vollen Gange. Die Äpfel, die im Gegensatz zu der späteren Ernte nicht gelagert werden, können jetzt an vielen Marktständen frisch verzehrt werden.“

Frostnächte und Trockenheit
Aufgrund kalter Nächte Ende April und Anfang Mai und einer langen Hitzeperiode im Juli und August rechnen einige Apfelbauern nicht mit derselben guten Erntemenge wie in den letzten beiden Jahren. Bei zu kalten Nächten kann es zu Frostschäden kommen und die Hitze der vergangenen Wochen erhöht die Gefahr von Sonnenbränden.

Gut vorgesorgt im Alten Land
Ein Großmarkthändler beruhigt: „Das Alte Land hat von der Frostschutzberegnung während der Blüte profitiert und konnte die außergewöhnlich vielen Frostnächte weitgehend schadlos überstehen. Und die Wasserverfügbarkeit durch die Elbe ermöglichte eine klimatisierende Beregnung in der Hitzephase. Auch haben der Regen und der Temperaturunterschied von 10 Grad zwischen Tag und Nacht in den letzten Tagen der Reife den norddeutschen Äpfeln gut getan. Also beste Voraussetzung für einen guten Geschmack.

FRISCHH & KNACKIG - 19.08.2020: Wassermelonen im Hitzesommer

Große Nachfrage nach Wassermelonen bei hochsommerlichen Temperaturen

Die Nachfrage nach Wassermelonen hat sich mit den heißen Temperaturen nach einem Schaukelsommer verdoppelt. Wie auch im letzten Jahr gehören sie unter die Top 10 der Hitparade der Einkaufsmengen der Deutschen.

Hoher Wassergehalt für Durstige
Die Wassermelone kann bis zu 20 KG wiegen und mit bis zu 95 Prozent Wassergehalt viele Durstige mit Flüssigkeit versorgen – und das auch noch zucker- und fettarm. Besonders wenn es draußen heiß ist, greifen viele in der Obst- und Gemüseabteilung der Supermärkte zur Wassermelone, am liebsten zu den kernlosen. Auffallend ist dabei die Rolle von Kindern im Haushalt, denn im Gegensatz zu anderen Obstarten sind Wassermelonen bei Kindern ausgesprochen beliebt.

Witterungsbedingte Preiseffekte
In den Aktionen der Supermarktketten, aber auch an den deutschen Großmärkten, fließen die Mengen an Wassermelonen flotter ab. Laut Experte des Hamburger Großmarktes wurden Wassermelonen in den Schaukelsommer-Wochen schon unter einem Euro/kg angeboten. Mit der Hitzewelle der letzten Wochen, die sicherlich den größeren Teil der Kaufbereitschaft ausmacht, ist ein steigender Preiseffekt um 30% für den Endverbraucher beobachtbar.

Herkunft und Innovationen
Neben spanischer Ware wird zunehmend auf alternative Herkünfte, z.B. Griechenland und Ägypten zurückgegriffen, die zu günstigen Konditionen in den deutschen Markt drängen.
Auch haben in den letzten Jahren mehrere Innovationen den Melonenmarkt verändert. Kleinere Sorten, andere Fruchtfleischfarben, Verringerung der Kernhaltigkeit und nicht zuletzt Veränderung von Geschmacksnoten haben dafür gesorgt, dass neue Käufer gewonnen werden konnten.

FRISCHH & KNACKIG - 05.08.2020: Ganz im Zeichen der blauen Früchte

Bremsspuren für deutsche Vermarkter

Der Sommer wird blau! Ganz im Zeichen der blauen Früchte stehen die drei Monate Juli, August und September. Spätsorten reifen sogar noch Anfang Oktober.
Doch gibt es mehr Konkurrenz für hiesige Zwetschgen als angenommen. Billigangebote aus dem Mittelmeerraum machen bei einigen Einzelhändlern den deutschen Zwetschgen den Platz streitig.

Deutsche Anbaugebiete
Die größten Anbaugebiete der Zwetschge, eine Unterart der Pflaume, liegen in Süddeutschland. Die größte Erntemenge erwirtschaftet Baden-Württemberg gefolgt von Rheinland-Pfalz.
„In den frühen Anbaulagen des Südens ist die Ernte, z.B. der Cacaks Schöne, schon weitgehend durch“, sagt Ursula Schockemöhle, Expertin für Obst und Gemüse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, AMI, „im badischen Raum werden inzwischen Sorten der mittelspäten Reifegruppe gepflückt. Dazu gehören vor allem Hanita, Top-Five und beginnend auch schon Cacaks Fruchtbare. In Norddeutschland ist das Angebotsaufkommen noch begrenzt.“

Konkurrenz
„Die Länder des Balkan-Raumes, vor allem Bosnien und Serbien haben in letzter Zeit doch einiges an Ware auf den Weg gebracht“, so unsere Expertin, „dabei stehen günstigere Lieferpreise als bisher im Raum. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) greift diese Möglichkeiten natürlich auf, vor allem im Hinblick auf unsichere Warenverfügbarkeit und höhere Preise bei der deutschen Ware.“

Reaktionen im Einzelhandel
Die deutschen Vermarkter konnten bis zum Ende der vergangenen Woche noch einen meist guten Absatz verzeichnen. Seit Wochenbeginn sind jedoch deutliche Bremsspuren zu verzeichnen. Neben der starken Konkurrenz aus dem Balkan-Raum machen gleichzeitig Pflaumen aus dem Mittelmeerraum den deutschen Zwetschgen mit Billig-Angeboten bei einigen Einzelhändlern den Platz streitig. „ Für den Verbraucher bringt diese Konkurrenz natürlich Vorteile“, versichert Frau Schockemöhle, „da sie von den Sonderangeboten im Einzelhandel profitieren können.“

Nutzen auch Sie die Saison! Ob im Supermarkt, beim Fachhändler um die Ecke oder auf dem Wochenmarkt – Zwetschgen sollten immer frisch gekauft und möglichst rasch verzehrt werden. Und da die Transportwege für einheimisches Obst so kurz sind, kommt es immer schön reif und genussbereit bei Ihnen an. 

Aufgeschnittene Zwetschgen und Newsbloglogo

FRISCHH & KNACKIG - 22.07.2020: Kleine Kräuterkunde

Frische Kräuter sind Multitalente

Kräuter sollten möglichst oft und regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen. Sie liefern dem Körper wichtige Vitalstoffe und helfen, den Körper in Schwung zu bringen.

Dazu verströmen sie einen herrlichen Duft und sorgen bei Speisen für die geschmacklich-perfekte Abrundung von leicht süßlich über frisch bis bitter und herb. Hoch im Kurs und die Dauerrenner schlechthin – seit jeher schon setzt man in der Küche auf Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Gartenkresse und Basilikum; aber auch Koriander, Salbei, Rosmarin, Majoran und Thymian zählen zu den besonders intensiv schmeckenden Favoriten und versehen Mahlzeiten mit ganz besonderen Aromen und verführerischen Düften.

 

Basilikum

Basilikum kennen wir vor allem aus der italienischen Küche. Mittlerweile zählt es zu den beliebtesten Gewürzpflanzen der Erde, da es so viele Verwendungsmöglichkeiten gibt. Basilikum eignet sich wunderbar für Salate, Saucen und Suppen, zu Fisch, Fleisch und Geflügel oder zum Verfeinern von Sandwiches. Das sind aber nur einige Beispiele. Das Aroma verstärkt sich beim Erhitzen, im getrockneten Zustand hingegen verliert es an Würzkraft. Basilikum wirkt antibakteriell, lindert Entzündungen und Gelenkschmerzen, beruhigt die Nerven und den Magen und kann Migräne lindern. Dazu ist es eine gute Quelle für Calcium, Eisen, Betacarotin und Vitamin K.

 

Gartenkresse

Sind die frostigen Tage vorüber, zeigt die Gartenkresse als eines der ersten Kräuter zarte Sprossen und lugt frech aus dem Boden – eine Einladung an alle, sie aufs Butterbrot zu streuen und zu genießen. Überraschend scharf und frisch ist dieses Kraut, ideal um der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken: Kresse enthält viel Vitamin C und B1, wobei ersteres das Immunsystem unterstützt und für Vitalität sorgt. Das Zellstoffwechselvitamin B1 spendet Nerven und Zellen Energie, fördert Konzentration und kann Vergesslichkeit bremsen. Bei regelmäßigem Verzehr soll Kresse auch das Herz stärken und durch ihren hohen Eisengehalt die Produktion roter Blutkörperchen begünstigen.

 

Koriander

Freunde der asiatischen Küche kennen ihn schon längst und so steigt der Koriander auch auf der Beliebtheitsskala in westlichen Gefilden. Fernöstliche Küchen hingegen wissen schon sehr lange um den einmaligen Geschmack dieser Pflanze. Die Früchte und Blätter sind vielseitig verwendbar. Als herrlich warm und nussig wird das Aroma der kleinen, gelbbraunen bis gelbrötlichen kugligen Früchte beschrieben. Die weichen, breit gefächerten Blätter hingegen verströmen einen unvergleichlichen, moschusartigen und zugleich zitronenähnlichen Duft. Frische Korianderblätter passen perfekt zu asiatischem Kokoseintopf. Durch seine gesundheitsfördernden Nährstoffe, unterschiedliche ätherische Öle und Proteine kann Koriander bei vielen Beschwerden helfen. Er wirkt stark entzündungshemmend, antibakteriell und durchblutungsfördernd. Außerdem hat er eine fungizide Wirkung.

 

Rosmarin

Rosmarin ist neben Basilikum eines der bekanntesten mediterranen Kräuter. Der harzige Geschmack und die leichte Bitternote erinnern an Kampfer und Eukalyptus. Rosmarin passt hervorragend zu vielen Fleischgerichten und verleiht unter anderem auch Grill- und Wildgerichten ein schmackhaftes Aroma. Ein absoluter Klassiker sind Rosmarin-Kartoffeln. Rosmarin lässt sich, im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern, sehr gut lagern. Getrockneter Rosmarin schmeckt intensiver als frischer und sollte deshalb behutsamer verwendet werden. Zudem kann er auch eingefroren oder auch in Öl eingelegt werden. Frisch verwendet kann Rosmarin bei vielen Gerichten natürlich sein volles Aroma am besten ausspielen. Rosmarin ist die stärkende Heilpflanze schlechthin. Ein Rosmarin-Bad regt den Kreislauf an und als Tee wirkt er gegen Erschöpfung und beruhigend auf das Nervensystem. Er fördert den Appetit und wirkt gegen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, was damit gewürzte Speisen verträglicher macht. Aber auch Kopfschmerzen und Migräne können mit Rosmarin gelindert werden. In der Schwangerschaft sollte Rosmarin nur sparsam bzw. gar nicht verwendet werden, da er eine wehenfördernde Wirkung hat.

 

Salbei

Appetitanregend ist der wundervoll aromatische Duft des Salbeis. Das Beste daran ist – er hält was er verspricht: Diese Pflanze harmoniert ideal mit Fleischgerichten. Die samtigen, ellypsenförmigen Blätter sind olivgrün und ab und zu kann man kleine, anmutige, violette Blüten, die sich kelchförmig nach oben recken, entdecken. Reich an ätherischen Ölen sorgt Salbei für ein markantes Geschmackserlebnis, indem er vor allem warmen Gerichten eine sehr würzige, intensive Note verleiht. Unter Hitzeeinwirkung aktiviert der Salbei seine geschmacksgebenden Inhaltstoffe besonders reichhaltig. In Butter kross gebraten, entfaltet die Salvia ihren vollen Geschmack und gibt frischen Gnocchi und Pastagerichten die extra-delikate Note. Salbei ist aber auch eine wertvolle Heilpflanze bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie diversen Verdauungsbeschwerden. Außerdem hilft Salbei gegen Schwitzen.

 

Thymian

Wusstet ihr, dass es insgesamt über 200 verschiedene Thymian-Arten gibt? In unseren Breiten wachsen wild der Feld-Thymian, der Frühe-Thymian, der Alpen-Thymian und der Sand-Thymian. In der Küche wird vor allem der Thymus Vulgaris verwendet, eine Art aus dem Mittelmeerraum. Intensiv und aromatisch duftend hat er einen kräftig-herzhaften, etwas majoranähnlichen Geschmack. Traditionell wird Thymian zum Würzen von Eintöpfen, Aufläufen und Suppen verwendet. Aber auch Naschkatzen erfreuen sich an den feinen Blättchen und so ist selbstgemachtes Apfel-Thymian-Gelee eine wohlschmeckende Alternative zu herkömmlicher Konfitüre. Die Stärke des Thymians liegt in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. Er hemmt Entzündungen, löst den Schleim in den Bronchien, stillt Schmerzen und wirkt anregend auf die Verdauung.

Basilikumblätter und Newsbloglogo

FRISCHH & KNACKIG - 08.07.2020: Blumenhandel

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Blumenhandel

Der Handel spürt deutlich, dass die Nachfrage größer ist als erwartet. Die Verbraucher bleiben im Lande, das ersparte Urlaubsgeld fließt in die Begrünung des Homeoffice mit Zimmerpflanzen. Balkone, Terrassen und Gärten werden schön gemacht.

Von dieser Entwicklung wird der produzierende Gartenbau in der Region und auch in Lieferländern wie Dänemark, Italien oder Niederlande überrascht. Stauden, die in diesem Jahr in den Großhandel gelangen, sind bereits im Vorjahr gesät oder vermehrt worden, natürlich in der üblichen Anzahl. Sämlinge und Stecklinge, die im Winter in afrikanischen Ländern vorkultiviert werden, konnten nicht geliefert werden. Im März wirkte dann der Corona-Schock; statt einer steigenden Nachfrage erwarteten manche Gärtner einen Einbruch und produzierten geringere Mengen. All das wirkt sich aktuell aus, Blumen und Pflanzen brauchen eben ihre Zeit. So sind die Stände auf dem Blumengroßmarkt zum Marktende geräumt. Die rund 90 Erzeugerbetriebe aus der Region konnten und können die Nachfrage des Fachhandels aber bedienen. Anders als in den Vorjahren sind die Produzenten bei Preisverhandlungen gegenüber dem Groß- und Einzelhandel in einer starken Position. Bisher ist der mit dem Ferienbeginn üblicherweise einsetzende Preisdruck kaum spürbar.

Ermäßigte Umsatzsteuer

Für den Handel mit Blumen und Pflanzen gilt der ermäßigte Steuersatz. Bisher betrug der Steuersatz 7 %, vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 sind es 5 %. Auf dem Blumengroßmarkt verkaufen die Anbieter an Wiederverkäufer, nicht jedoch an Endverbraucher. Daher sind die Blumen und Pflanzen mit ihren Nettopreisen ausgezeichnet, die sich nicht ändern. Im regionalen Blumenhandel werden die meisten Pflanzen in Mehrweg oder Pfandverpackungen angeboten und transportiert. Für das Pfand auf Verpackungen gilt allerdings der reguläre Steuersatz von 19, jetzt 16 %.

Im Trend: Duftkräuter

Wir schätzen Kräuter neben ihrer Bedeutung für die Küche auch und besonders wegen ihres Duftes. So gehört Lavendel derzeit zu den meistverkauften Pflanzen. Die Erzeuger bedienen allerdings auch einen Trend aus der Floristik: Duftsträuße. Basilikum, Salbei und anderes wird als Schnitt angeboten, nicht zum Verzehr, sondern für die Binderei oder den Tischschmuck.

Welches sind die meistverkauften Blumen?

Die kürzlich veröffentlichte Statistik der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) nennt uns bei den Schnittblumen Rosen, Tulpen und Chrysanthemen. Die Nelke taucht unter den Top 10 seit Jahren nicht mehr auf, trotz attraktiver neuer Züchtungen. Bei den Beet- und Balkonpflanzen sind es Heide, Geranien und Stiefmütterchen. Die Heidesaison beginnt demnächst und Geranien schmücken derzeit Gärten und Balkone. Orchideen (namentlich Phalaenopsis) führen seit vielen Jahren und mit großem Abstand die Liste bei den blühenden Zimmerpflanzen an, gefolgt von Weihnachtssternen, Topfrosen und Alpenveilchen.

weiße und pinke Gerbera

FRISCHH & KNACKIG - 24.06.2020: Sommerobst

Daheim bleiben und Sommerobst genießen. Kann das deutsche Angebot mit der starken Nachfrage Schritt halten?

In diesem Jahr gibt es ein generell hohes Preisniveau im gesamten Obstbereich. Ein Grund ist die starke Nachfrage. Wenige Leute verreisen, sondern bleiben daheim. Anstatt auf Malle am Pool bevorzugen die Deutschen dieses Jahr den Obstgenuss zu Hause. 

Umsatzpush bei Sommerobst – ein Corona Effekt

Corona hat den Obstabsatz gepusht, insbesondere bei Beerenobst. Im Einzelhandel stiegen die Absatzmengen im April um 18 %. „Preise im Sommerobstsortiment sind deutlich teurer als im Vorjahr“, sagt Ursula Schockemöhle, Expertin für Obst und Gemüse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, AMI, „ ein Grund sind die Ernteausfälle. Allein im Mittelmeerraum werden 15-20  weniger Pfirsichen, Nektarinen und Aprikosen erwartet. Das führt zu Preiserhöhungen. Bei Nektarinen liegt die Preiserhöhung bei 46%, bei Aprikosen bei 26 % und bei Wassermelonen gibt es sogar eine Preiserhöhung von bis zu 39%. “Auch in Deutschland gibt es Ernteausfälle bei Sommerobst. Dadurch zahlen die Verbraucher dieses Jahr mehr: Zum Beispiel sind deutsche Erdbeeren 34 % teurer als im Vorjahr.

Saisonverzögerung bei den Beeren

Saisonverzögerung gibt es durch den kalten Mai insbesondere bei Erdbeeren. Das gilt auch u.a. für Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Unsere Expertin weiß: „ Das Wetter hier oben ist jetzt zwar schön, aber das meiste Strauchbeerenobst kommt noch aus dem süddeutschen Raum und da hat es die zurückliegenden Tage geregnet.“

Kirschensaison kommt in Deutschland nur allmählich in Fahrt

Auch die bei uns sehr beliebten Kirschen sind später dran. Im Mittelmeerraum gibt es in Italien, Spanien und Griechenland eine kleine Ernte. Auch werden erstmal die eigenen Märkte versorgt, zumal die Preise auf dem Inlandsmarkt besser sind. Und hier kommt die Saison erst jetzt allmählich in Fahrt. Bevorzugt werden von den Konsumenten in Deutschland die großen Kirschen (< 28 mm).

Aprikosen in einer Kiste

FRISCHH & KNACKIG – 10.06.2020: Südfrüchte

Südfrüchte: Auch in Krisenzeiten unverzichtbar und verfügbar

Passionsfrüchte aus Vietnam, Papayas aus Brasilien oder Mangos aus Peru: Neben den Erzeugnissen aus der Region werden auf dem Großmarkt Hamburg auch Südfrüchte aus aller Welt angeboten. Doch wie steht es in Zeiten der Corona-Pandemie um die Verfügbarkeit der Südfrüchte? Wir klären auf, was sich verändert hat.

Was sind Südfrüchte?

Südfrüchte sind Obstsorten, die in unserem Raum nicht heimisch sind und deshalb importiert werden. Hierzu gehören tropische Früchte, die in den Tropen und Subtropen angebaut werden, aber auch Zitrusfrüchte, die in der gemäßigten Klimazone wachsen. Ein weiterer Begriff ist die exotische Frucht, die auch aus fernen Ländern importiert wird, dies jedoch in kleineren Mengen, da der Verbraucher in Deutschland mit ihr nicht vertraut ist.

Ernte in den Herkunftsländern unter erschwerten Bedingungen

Die Corona-Pandemie hat das Leben weltweit zum Stillstand gebracht. Auch die Ernte in den Herkunftsländern ist hiervon betroffen. In vielen der Länder herrschen mitunter strengere Auflagen als in Deutschland, teilweise sogar komplette Lockdowns, die eine Ernte erschweren. Hygienevorschriften und Abstandsregeln zwingen die Erzeuger, die Produktion herunterzufahren oder komplett einzustellen.

Kosten für Flugimporte um ein Fünffaches gestiegen

Händler, die ihre Südfrüchte auf dem Großmarkt anbieten, stehen vor großen logistischen Herausforderungen. Insbesondere der Lufttransport bereitet ihnen große Bauchschmerzen. Südfrüchte wie Mangos, Papayas und Ananas werden mit dem Flugzeug importiert. Dies erfolgt zu einem Großteil mit Passagierflugzeugen. Wer mit dem Ferienflieger nach Deutschland zurückgekehrt ist, hatte unter den Füßen nicht nur das Gepäck dabei, sondern etwa auch Melonen. Mit dem Erliegen des Passagierflugverkehrs fallen somit auch die Transportmöglichkeiten weg. Die Frachtflieger transportieren vorrangig Schutzbekleidung und Medikamente. Die Kapazitäten sind entsprechend gering und als Folge steigen auch die Transportkosten auf bis das Fünffache des ursprünglichen Preises. Doch die Not macht erfinderisch. So hat die Lufthansa Sitze aus ihren Flugzeugen für den Frachttransport ausgebaut oder sichert die Kartons mit Ware auf den Sitzplätzen.

Was ändert sich für den Verbraucher?

Auch auf den Transportwegen zur See oder auf der Straße sind die Transportkosten stark gestiegen. Doch was bedeutet das für den Endverbraucher? Die gute Nachricht zuerst: Es ist genug Ware da. Durch den Wegfall der Gastronomie verzeichnen die Händler keinen Rückgang der Nachfrage. Eher verlagert sich diese von den Gastronomen zum Privatverbraucher. Hier ist lediglich zu erkennen, dass die Nachfrage wochenweise extrem schwankt. Was in der einen Woche extrem gefragt ist, kann in der nächsten Woche gar kein Interesse hervorrufen. Ein Wermutstropfen gibt es dennoch: Die Preise ziehen an. Den Händlern bleibt infolge der hohen Transportkosten keine andere Wahl, als die Preise zu erhöhen, was sich dann auch im Geldbeutel der Endverbraucher bemerkbar macht.

Das Fazit

Wir wissen nun: Hinter jeder Südfrucht steckt eine lange Reise und Geschichte. Wenn mal etwas nicht auf dem Markt vorhanden ist, lohnt es sich, beim Verkäufer nachzufragen. Diese können Wünsche nach bestimmten Südfrüchten zeitnah bedienen. Der Genuss einer leckeren Ananas oder Mango bleibt uns auch weiterhin erhalten.

Zitrusfrüchte in einer Holzkiste

FRISCHH & KNACKIG – 27.05.2020: Spargel

Gekocht, gegrillt, gedünstet – Spargel ist einfach lecker

In der ersten Ausgabe des Nachrichtenblogs dreht sich alles um das beliebteste Frühlingsgemüse der Deutschen: Spargel. Zwei unserer Händler verraten aktuelle Neuigkeiten rund um das weiße Gold.

Jedes Jahr freuen sich die Deutschen auf den Start der Spargelsaison. Mit einer Erntemenge von 122.000 Tonnen in 2019 und einem Pro-Kopfverzehr von durchschnittlich 1.7 Kilo ist der Asparagus Officinalis (Lateinischer Name) in grün und weiß das Saisongemüse schlechthin. Doch in diesem Jahr scheint aufgrund der Corona-Pandemie alles anders: Wird es genug Spargel geben? Werden die Preise aufgrund Covid-19 steigen? Fragen über Fragen, die auch den Großmarkt Hamburg immer wieder erreichen. Als größter Versorger für Obst, Gemüse und Blumen im Norden klären wir auf.

Was muss man aktuell für Spargel zahlen?

Die Preise sind in den letzten Tagen etwas angezogen. Der Anstieg der Preise wird nun wahrscheinlich auch an den Verbraucher im Einzelhandel weitergegeben. Hier liegt der Verkaufspreis aktuell bei etwa 10  Euro das Kilo. Unsere Händler wissen: „Die Preisschwankungen sind stark abhängig vom Wetter sowie der Nachfrage zu Pfingsten.“

Sind weitere Preisschwankungen zu erwarten?

Generell entsprechen die Spargel-Preise dem Vorjahresniveau und sind daher nichts Ungewöhnliches. Es ist außerdem auch wie jedes Jahr damit zur rechnen, dass Spargel nun insgesamt eher wieder günstiger wird als teuer. „Wenn dann im Laufe der Saison auch noch mehr wächst und geerntet wird, rutscht der Preis in den Keller. Die Leute sind gesättigt und werden vermutlich versuchen, an die See zu fahren, um Urlaub zu machen. Deshalb ist ein weiterer Anstieg nach oben eher unwahrscheinlich“, versichern unsere Experten.

Gab oder gibt es Probleme aufgrund fehlender Erntehelfer oder Trockenheit?

Die aktuelle Trockenheit stellt kein großes Problem bei der Ernte dar, weil Bewässerungsanlagen die Felder mit genügend Feuchtigkeit versorgen können. Problematischer ist eher die Situation um die Erntehelfer. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Krise herrscht teilweise Personalmangel. Und auch die beliebten kleinen, roten Scheinfrüchte kommen den Spargelbauern in die Quere. „Inzwischen werden die Erdbeeren reif und die Erntehelfer werden von den Spargelfeldern abgezogen, um bei der Erdbeerernte zu helfen“, so unsere Experten.

Nun erholt sich auch langsam wieder die Gastronomie. Gibt es trotzdem genug Spargel für alle?

Die Händler geben trotz dieser Schwierigkeiten Entwarnung: „Es ist genug da.“ Auch wenn Restaurants wieder öffnen, herrscht gerade noch kein Hochbetrieb in der Gastronomie. Zusätzlich dazu sinkt zum Ende der Saison auch die Nachfrage. Es wird weiterhin genug Spargel für alle geben.

weiße Spargelstangen