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FITMACHER
UND VITAMINLIEFERANT
Spinat – der grüne Frischekick
im Frühjahr
Matrose
Popeye war es, dessen schier unüberwindliche Muskelkraft dem Spinat
größte Popularität einräumte. Auch wenn die Superkräfte
nur in der Comicwelt real sein mögen, Spinat gilt als optimaler
Fitmacher und Vitaminlieferant. Ein Geschenk der Natur also für
Heranwachsende, gestresste Berufstätige sowie ältere Menschen.
Im arabisch-persischen Raum wurde der Spinat schon vor Jahrhunderten
kultiviert und als der „Prinz aller Gemüse“ bezeichnet.
Er kam mit den Arabern nach Spanien und wurde von dort aus in den Rest
der Welt verbreitet. Spinat hat im Frühling und Sommer zarte,
im Herbst und Winter große, ellypsenförmige Blätter,
die nach oben hin spitz zulaufen. Typisch ist die deutliche Wölbung
der Blätter zwischen den Rippen und die satte grüne Farbe.
So eignet sich vor allem der Frühlingsspinat mit seinen zarten
Blättern ideal für den Verzehr als Salat. Das gleiche gilt
auch für den Sommerspinat mit seinen etwas kräftigeren Blättern.
Der Herbst- und der Winterspinat hingegen mit ihren oft welligen Blättern
bieten sich zum Blanchieren oder für Aufläufe und Pfannkuchen
an.
Zartblättriger, junger Babyspinat, knackfrisch vom Feld – ein
großer Genuss? Gesundheits- und Figurbewussten geht der Griff
zu den knackigen, aber feinen Blättern leicht von der Hand. Zartschmelzend
zergeht junger Spinat auf der Zunge und erlaubt unbeschwerten Genuss
in verschiedensten Gerichtsvariationen.
Nicht nur lecker-leicht, auch der Gesundheitswert des Spinats ist top:
Der hohe Magnesiumanteil unterstützt die Muskeln und insbesondere
das Herz. Zudem trägt er mit bestimmten Baustoffen zur Reparatur
und Erneuerung der Körperzellen bei, was im optimalen Fall die
biologische Uhr ein wenig langsamer ticken lässt.
Doch damit nicht genug: Auch eine kerngesunde Mischung an B-Vitaminen
ist enthalten; so trägt das Schönheitsvitamin Biotin zu toller
Haut, Haaren und Nägel bei. Zudem ist das Spurenelement Mangan
unter den Inhaltsstoffen: Unverzichtbar für den Gesamtstoffwechsel
aktiviert es die Knochenbildung und stärkt die Zähne. Außerdem
soll Mangan stimulierend wirken und für eine heitere Stimmungslage
sorgen. Spinat ist ein echter Alleskönner, der auch noch reichlich
Vitamin C und Kalium enthält; ersteres stärkt das Immunsystem,
Kalium hingegen kann einer zu salzreichen Kost entwässernd entgegenwirken.
Der angeblich hohe Eisengehalt des Spinats jedoch ist eine alte Mär.
Dieses hartnäckige Gerücht beruht auf einem Kalkulationsfehler.
Zwar sind die Eisenwerte mit bis zu 3,5 g pro 100 g Spinat nicht allzu
schlecht – Fleisch, Hirse oder Pistazien sind aber deutlich bessere
Eisenlieferanten. Wichtig: Eisen aus pflanzlicher Nahrung kann vom
Körper besser aufgenommen werden, wenn Vitamin C-haltige Nahrungsmittel
dazu kombiniert werden.
Kleiner Tipp am Rande: Schon Caterina de Medici schätzte den Spinat.
Versuchen Sie doch einmal Cannelloni mit einer herzhaften Spinat-Ricotta
Füllung. Wichtig dabei ist, den Spinat nur kurz anzudünsten
und mit Salz, Pfeffer und Muskat zu würzen, bevor Sie ihn mit
der Ricotta vermengen.
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