Hoch im Kurs und die Dauerrenner schlechthin – seit jeher schon setzt man in der Küche auf Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Gartenkresse und Basilikum; aber auch Koriander, Salbei, Rosmarin, Majoran und Thymian zählen zu den besonders intensiv schmeckenden Favoriten und versehen Mahlzeiten mit ganz besonderen Aromen und verführerischen Düften. Sind die frostigen Tage vorüber, zeigt die Gartenkresse als eines der ersten Kräuter zarte Sprossen und lugt frech aus dem Boden – eine Einladung an alle, sie aufs Butterbrot zu streuen und zu genießen. Überraschend scharf und frisch ist dieses Kraut, ideal um der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken: Kresse enthält viel Vitamin C und B1, wobei ersteres das Immunsystem unterstützt und für Vitalität sorgt. Das Zellstoffwechselvitamin B1 spendet Nerven und Zellen Energie, fördert Konzentration und kann Vergesslichkeit bremsen. Bei regelmäßigem Verzehr soll Kresse auch das Herz stärken und durch ihren hohen Eisengehalt die Produktion roter Blutköperchen begünstigen. Appetitanregend ist der wundervoll aromatische Duft des Salbeis. Das Beste daran ist – er hält was er verspricht: Diese Pflanze harmoniert ideal mit Fleischgerichten und ihre samtigen Blätter erfreuen sich vor allem bei Braten, Schnitzel und Medaillon großer Beliebtheit. Die großen, ellypsenförmigen Blätter sind olivgrün und ab und zu entdeckt der aufmerksame Beobachter kleine, anmutige, violette Blüten, die sich kelchförmig nach oben recken. Reich an ätherischen Ölen sorgt Salbei für ein markantes Geschmackserlebnis, indem er Zubereitetem eine sehr würzige, intensive Note verleiht. In Butter kross gebraten, entfaltet die Salvia ihren vollen Geschmack und gibt frischen Gnocchi und Pastagerichten die extra-delikate Note. Freunde der asiatischen Küche kennen ihn schon längst und so steigt der Koriander auch auf der Beliebtheitsskala in westlichen Gefilden. Fernöstliche Küchen hingegen wissen schon sehr lange um den einmaligen Geschmack dieser Pflanze – ihre Verwendung hat im Orient jahrhundertelange Tradition. Früchte und Blätter sind vielseitig verwendbar und lassen viele ins Schwärmen kommen. Als herrlich warm und nussig wird das Aroma der kleinen, gelbbraunen bis gelbrötlichen kugligen Früchte beschrieben, die manch einen sogar den Hauch von Orange erahnen lassen. Die weichen, breit gefächerten Blätter hingegen verströmen einen unvergleichlichen, moschusartigen und zugleich zitronenähnlichen Duft. Frische Korianderblätter passen perfekt zu asiatischem Kokoseintopf. Wussten Sie, dass es insgesamt über 200 verschiedene Thymian-Arten gibt? In unseren Breiten wachsen wild der Feld-Thymian, der Frühe-Thymian, der Alpen-Thymian und der Sand-Thymian. In der Küche wird vor allem den Thymus Vulgaris verwendet, eine Art aus dem Mittelmeerraum. Intensiv und aromatisch duftend hat er einen kräftig-herzhaften, etwas majoranähnlichen Geschmack. Traditionell wird Thymian zum Würzen von Eintöpfen, Aufläufen und Suppen verwendet. Aber auch Naschkatzen erfreuen sich an den feinen Blättchen und so ist selbstgemachtes Apfel-Thymian-Gelee eine wohlschmeckende Alternative zu herkömmlicher Konfitüre. Mit den zarten weiß, rosa oder leicht bläulich schimmernden Blüten ist Thymian auch optisch eine kleine Augenweide.
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