NAMENSGEBER FÜR DIE MARMELADE
Mit der Quitte fit in den Herbst

Wenn wir jetzt über die Wochenmärkte schlendern und die frisch geernteten Äpfel und Birnen uns mit ihren schönsten Farben anstrahlen, so wissen wir: Die Erntezeit ist da. Wie gesund und wohlschmeckend Äpfel und Birnen sind, ist allerseits bekannt. Ihre Schwester Quitte – auch ein Kernobst – ist dagegen etwas in Vergessenheit geraten. Zeit, sie einmal näher vorzustellen.

Die Quitte gehört zu den ältesten Obstsorten der Welt und stammt aus dem Kaukasus. Die apfel- bzw. birnenähnliche Frucht hat ein feines süßlich-herbes Aroma und hartes Fruchtfleisch. Neben viel Vitamin C und einer Vielzahl an Mineralstoffen wie Kalium und Natrium weist die Frucht vor allem Pektin auf. Dieser Ballaststoff sorgt für eine gute Verdauung, bindet Schadstoffe im Darm und wirkt entschlackend. Hätten Sie es gewusst? Diese Frucht gab der Marmelade ihren Namen: Quitte heißt im Portugiesischen „marmelo“.

Geerntet werden Quitten im Spätherbst, wenn ihre Farbe von Grün in leuchtendes Gelb wechselt. Die Früchte sind von einem Flaum umgeben, der vor dem Verzehr abgerieben werden muss, weil er Gerbstoffe enthält. Quitten können roh durchaus verzehrt werden, sollten dann aber sehr reif sein. Meistens werden sie auf vielseitige Art weiterverarbeitet: eingekocht zu Gelee und Mus, gebacken als Dessert oder verarbeitet zu delikatem Quittenbrot – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tipp: Quitten eignen sich hervorragend zur Veredlung von Konfitüren. Wenn Sie Ihrer Marmelade eine kleine Portion der Edelfrucht hinzufügen, erhält sie eine besondere Note.


 


 


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