DEUTSCHLANDS BEGEHRTESTE SOMMERFRUCHT HAT HOCHSAISON
Vollmundige und aromatische Erdbeeren

Mit ihr ist der Sommer endgültig angekommen: Die „Königin der Beeren“, die Erdbeere, gehört zu den beliebtesten Früchten in deutschen Landen. Ob mit Schlagsahne, als leckere Zutat für einen fruchtigen Kuchen oder einfach pur – ab sofort sind die süßen Früchte auf den Wochenmärkten und in den Obst- und Gemüseläden erhältlich. Körbeweise bieten die Händler Erdbeeren „made in Germany“ an – und diese stehen bei Obst-Fans ganz besonders hoch im Kurs. Rund 150.000 Tonnen Erdbeeren werden hierzulande jährlich geerntet, mehr als zwei Kilo werden schätzungsweise pro Person und Jahr genossen.

Für die heimischen Erdbeer-Anbauer bedeutet dies jede Menge Einsatz über den Sommer hinweg. Auf dem Großmarkt Hamburg handelt während der Erdbeersaison der Großteil der Händler mit den regionalen Köstlichkeiten. Norddeutschlands größtes Frische-Zentrum bedient aber auch den Erdbeer-Heißhunger im Winter: Von Oktober bis Mai bieten viele Händler importierte Beeren an. 

Erdbeeren sind äußerst kalorienarm. Als Snack oder als wertvolle Zutat für sommerliche Gerichte sind die aromatischen Beeren demnach überaus beliebt. Doch neben ihrem geringen Kaloriengehalt und ihrem vollmundigen Geschmack steckt auch eine Vielzahl von Nährstoffen in ihnen: Kalium und Magnesium stärken das Herz, Folsäure sorgt für Zellwachstum und Blutbildung und das reichlich enthaltenen Vitamin C stärkt das Immunsystem und bringt die Abwehrkräfte des Körpers ordentlich auf Trab. Keine zweite Frucht aus heimischen Gefilden ist derart reich an Mangan, einem überaus wichtigen Mineral: Es heizt den Stoffwechsel an, hilft bei der Produktion von Blut und Knochen, nährt Gehirn und Nerven und regt die Produktion von Schilddrüsenhormonen an. Manche Ernährungsexperten gehen gar so weit und attestieren der Erdbeere die Fähigkeit, Krebs zu hemmen. Verantwortlich dafür sind die ebenfalls in dem aromatischen Fitmacher enthaltenen Phenolsäuren, die günstigstenfalls das Wachstum von Krebszellen unterbinden.

Ihren Ursprung hat die heutige Erdbeere in der Entdeckung der „Neuen Welt“, sprich: der Entdeckung Amerikas. Französische Siedler stießen in Nordamerika auf eine Erdbeerart, die folgend als Scharlach-Erdbeere ihren Weg über den Ozean fand. Kreuzungen in den Niederlanden mit der in Südamerika entdeckten Chile-Erdbeere ergaben schließlich die heute als Gartenerdbeere bekannte Variante – sie wird somit bereits seit über 300 Jahren gezüchtet. Doch ihre eigentliche Geschichte reicht noch viel weiter zurück: Biologen und Botaniker vermuten, dass die wild wachsende Walderdbeere sogar so alt wie die Menschheit selbst ist und das erste Mal bereits in der Steinzeit gekostet wurde. Bereits in der Antike und im Mittelalter wusste die aromatische Frucht Genießer mit ihrer Süße und ihrem intensiven Aroma zu verführen. Doch auch ihre heilsame Wirkung ist umfassend dokumentiert: Ein uraltes Kräuterbuch beschreibt die Walderdbeere als Heilpflanze gegen Quetschungen, Hals- und Rachenerkrankungen und Nierenleiden (Wolfgang Jandl, Bayerisches Fernsehen, Unser Land, www.br-online.de).

Die roten Vitaminbomben können nach ihrer Ernte noch einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Geben Sie ein paar Spritzer Balsamico-Essig über die Erdbeeren – das kitzelt noch mehr Aromen aus den Früchten heraus. 


 


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