Seit 1962 tobt im „Bauch von Hamburg“, wie der Großmarkt auch genannt wird, Nacht für Nacht das Leben – das hat natürlich seine Spuren hinterlassen. Behutsam aber zielstrebig wird jetzt das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude in Etappen saniert – so muss der Marktbetrieb nicht eingeschränkt werden. Die Organisation der Sanierung gleicht dabei einer logistischen Meisterleistung, denn alle Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Erste positive Auswirkungen vorangegangener Sanierungsmaßnahmen sind bereits seit Januar sichtbar: Der Großmarkt hat mit Jahresbeginn die wesentlichen Sanitäranlagen und einige Fahrstühle erneuert. „Ein wichtiger Punkt, denn wir streben kurzfristig die Hygienezertifizierung nach HACCP Grundsätzen an“, erklärt Torsten Berens, Geschäftsführer des Großmarkts Hamburg. Aber auch eine weitere Zertifizierung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Der Großmarkt Hamburg nimmt in diesem Jahr an dem Einsteigerprogramm „Ökoprofit“ des Instituts für Ökologie und Politik (Ökopol) teil. Ein Jahr lang wird der Großmarkt vom Institut begleitet. Gemeinsam werden maßgeschneiderte Maßnahmen zur Schonung der Umwelt entwickelt, die in den gesamten Sanierungsprozess einfließen werden. Auch hier mit dem Ziel, die Ökoprofit-Zertifizierung zu erhalten, die für den Großmarkt den Einstieg in ein strategisches Umweltmanagement bildet. Für Torsten Berens ist die Sanierung unter ökologischen Gesichtspunkten des Großmarktes ein selbstverständlicher Schritt in die viel versprechende Zukunft von Norddeutschlands größtem Frische-Zentrum. „Im Jahr 2003 wurde bereits das Hallendach von außen renoviert. Nun ist die Renovierung im Inneren der Halle unbedingt nötig, schließlich wollen wir unseren hohen Standard halten. Abgesehen davon haben die Großmarkthändler als unsere Mieter einen Anspruch auf eine den gewachsenen Anforderungen entsprechende Arbeitsumgebung “, so Berens. Über den Großmarkt Hamburg Der Großmarkt Hamburg ist das Frische-Zentrum des Nordens für Obst, Gemüse und Blumen. Sage und schreibe 470 Marktfirmen mit insgesamt 2.400 Beschäftigten arbeiten auf dem Gelände und machen die Nacht zum Tag. Auf dem Großmarkt kaufen nicht nur Einzelhändler von Obst- und Gemüsefachgeschäften sowie Wochenmärkten ein, sondern auch Gastronomiebetriebe, Catering-Unternehmen und Großküchen. Das Angebot überzeugt mit Frische, Qualität und Vielfalt: Ob Gemüse und Obst aus konventionellem Anbau oder in Bio-Qualität, ob aus heimischen Gefilden, Nord- und Südeuropa oder aus Übersee – auf dem Großmarkt Hamburg bleibt kein Wunsch offen. |
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