Die Melone zählt botanisch gesehen zu den Kürbisgewächsen. Ursprünglich stammen Melonen aus dem südlichen Afrika, wo sie schon um 3000 vor Christus von den Ägyptern angebaut wurden. Heute sind die großen, saftreichen Beerenfrüchte vor allem in Gebieten mit mediterranem und subtropischem Klima beheimatet. Insgesamt gibt es eine Vielzahl verschiedener Melonenarten, die sich allesamt zwei Gruppen zuordnen lassen: den Wassermelonen und den Zuckermelonen. Von der Wassermelone, im Fachjargon „Citrullus Lanatus“ genannt, gibt es circa 150 Sorten. Die Früchte haben eine glatte, hell- bis dunkelgrüne und recht dicke Schale. Im Handel werden Melonen mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm verkauft, dabei können Sie sogar bis zu 150 Kilogramm schwer werden. Das rote Fruchtfleisch ist besonders erfrischend, aber es gibt auch die „Ananasmelone“ mit gelbem Fruchtfleisch. Die „Cucumis Melo“ hingegen – besser unter dem Namen Zuckermelone bekannt – ist deutlich süßer als die Wassermelone. Die hierzulande bekanntesten Arten dieser Sorte sind die Netzmelone, die Galiamelone und die Honigmelone. Ihr zartes Fruchtfleisch ist grünlich bis gelb-orange gefärbt. Melonen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser, was sie zu einem tollen Erfrischungssnack macht. Doch die Melone kann noch mehr und ist reich an Vitaminen und Mineralien: Karotine, die in einer Vielzahl in der Melone enthalten sind, werden im Stoffwechsel zu Vitamin A umgebaut. Vitamin A ist wichtig für die Haut und das Sehvermögen der Augen. Die Vitamine der B-Gruppe verbessern die Eiweißverwertung und Zellatmung des Körpers und der immense Vitamin C-Gehalt stärkt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf Konzentration und Stimmungslage aus. Die Mineralstoffe Folsäure, Eisen und Mangan sorgen für schönes Haar, unterstützen die Blutbildung und sind gut für Gehirn und Nerven. Das macht die Melone nicht nur zu einem beliebten Durstlöscher, sondern durch die wenigen Kalorien und die vielen gesunden Nährstoffe zum reinen Vitalfood. Melonen lassen sich vielfältig zubereiten: zum Beispiel pur als kleine Melonenschiffchen, herzhaft als Honigmelone mit Parmaschinken oder süß im Obstsalat. Ein Melonenshake mit Milch und Vanilleeis oder ein fruchtiger Melonen-Cocktail lässt von Mittelmeer und Palmen träumen. Ein absolutes Sommergericht und ideal für heiße Tage ist die spanische Melonen-Gazpacho. Diese Suppe wird traditionell kalt serviert. Einfach 900 Gramm Wassermelone, eine rote Paprika, eine Zwiebel und zwei Tomaten in Würfel schneiden und zusammen mit zwei Esslöffel Olivenöl und 100 Milliliter Tomatensaft pürieren. Anschließend die Suppe mit einem Teelöffel Granatapfelsirup, Salz und Pfeffer gut abschmecken, durch ein nicht zu feinmaschiges Sieb passieren und für zwei bis drei Stunden kalt stellen. Dazu passen wunderbar Garnelenspieße. Aber probieren Sie selbst!
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