Die Firma hat sich auf den Import von exotischen Früchten, Minigemüse und Off-Season-Artikeln aus aller Welt spezialisiert: Ob Mangos aus Südamerika, Minispargel aus Thailand oder Melonen im Winter – am Ehmann’schen Stand bleibt kaum ein Wunsch offen. Um neue Sorten zu entdecken oder sich einen Eindruck vom Anbau zu machen, reist der Chef auch schon einmal selbst in unterschiedliche Länder. In den vielen Jahren ist auch auf dem Großmarkt die Zeit nicht stehen geblieben. Die Helmuth Ehmann Fruchthandels GmbH hat sich stetig weiterentwickelt und zählt heute zu den größeren Betrieben in der hiesigen Großmarkthalle. Heute handeln die Ehmann-Brüder mit einem großen Sortiment. Während früher saisonale Früchte aus Europa – wie Erdbeeren, Pfirsiche und Weintrauben – gehandelt wurden, können die Kunden der Fruchtexperten jetzt aus einem Angebot von über 100 Früchten auswählen. Der Ehmann’sche Stand ist ein kleines Paradies – ein Schlemmerland. Beständigkeit ist für Günter Ehmann keine Floskel: Auch in schweren Zeiten, als seine Frau starb, hat er sich nicht zurückgezogen. Ehmann war immer da und hat weiter gearbeitet. Die Firma gab ihm Halt – und natürlich die Familie, die den zweifachen Vater stärkte. Ganz besonders ist Bruder Helmuth herauszuheben – ohne ihn wäre das kleine Unternehmen nicht das, was es ist. Die Brüder sind ein Herz und eine Seele und ohne Helmuth wäre Günther alleine nicht so erfolgreich. Ehmanns Team ist für ihn besonders wichtig. Günter Ehmann hat immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter und hilft, wo er kann. Die Mitarbeiter arbeiten gerne bei den Ehmann-Brüdern und so ist die Stimmung eine ganz Besondere. Kein Wunder, dass die meisten der Angestellten durchschnittlich 20 Jahre in der Firma bleiben. Nach sehr langen Arbeitstagen und wenig Schlaf, sorgt Ehefrau Antje mit ihrer Herzlichkeit und Sinn für Gemütlichkeit für Günther Ehmanns Wohl. Sie hält ihrem Mann den Rücken frei. Und die glückliche Ehe gibt ihm Kraft. Bei dem harten Arbeitsalltag ist es ziemlich erstaunlich, dass Günter Ehmann 25 Jahre lang sogar Leistungssportler war – als Ringer. Seinen letzten Kampf hatte er, da war er Mitte Vierzig. Das Ringen hat er inzwischen aufgegeben, aber dafür haben er und seine Frau ein gemeinsames Hobby entdeckt: Seit einigen Jahren blitzen zwei Harleys in der Garage von Günther und Antje Ehmann. Die beiden freuen sich auf die warmen Tage – dann geht es endlich wieder raus mit den beiden Glanzstücken. Und wenn Günther Ehmann in der wenigen freien Zeit nicht Motorrad fährt, ist er für seine fünf Enkelkinder da, denn ein leidenschaftlicher Opa ist Günter Ehmann auch. Andere in seinem Alter genießen schon längst ihren wohlverdienten Ruhestand. Nicht so der topfitte Obst- und Gemüsehändler, der noch lange nicht daran denkt, zu Hause zu bleiben: „Ich liebe diesen Markt, das ist mein Leben. Ich mache nichts lieber als das und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre auf dem Großmarkt arbeiten kann und darf und anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.“ |
|
|